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Suchmaschinenoptimierung: die Tricks der schwarzen Schafe

Neue Welle von Anbietern mit aggressivem Auftreten und unseriösen Methoden

Köln, 17. April 2007 - Mit Drückermethoden und fragwürdigen Leistungen gehen derzeit Geschäftemacher beim Thema Suchmaschinenoptimierung auf Kundenfang. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen zahlen häufig viel Geld für Leistungen, die mehr Schaden anrichten, als dass sie nutzen. Das bringt die ganze Branche in Verruf.

Die schwarzen Schafe der Branche setzen unlautere Methoden für die Optimierung von Websites ein und nutzen die Unwissenheit von Kunden für unseriöse Abrechnungsmodelle. Eine derzeit beliebte Masche: Unternehmen werden am Telefon häufig mit Lockangeboten geködert und zum schnellen Vertragsabschluss gedrängt. Als Gegenleistung für mehrere tausend Euro erhalten sie eine Reihe von HTML-Seiten, die sie selbst online stellen sollen.

"Dabei handelt es sich allerdings nur um automatisch generierte Seiten, die man als Spam bezeichnen muss. Mit professioneller Suchmaschinenoptimierung hat das nichts zu tun", erklärt Christian Mauer, Geschäftsführer der SUMO GmbH. Der Optimierungsspezialist wurde vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) als einer der ersten Anbieter für seine seriöse Arbeitsweise zertifiziert.

Unter seriösen Anbietern sind Spam, nur für Suchmaschinen sichtbare Inhalte, sowie andere Methoden zur Täuschung von Suchmaschinen verpönt. Denn Google listet zunehmend Websites aus, die solche Methoden einsetzen. Damit läuft das Unternehmen Gefahr, über Suchmaschinen nicht mehr auffindbar zu sein. Das bedeutet neben einem Imageschaden häufig auch einen handfesten finanziellen Verlust. Die Wiederaufnahme ist mit Auflagen verbunden und kann Monate dauern.

Mauer und seine Kollegen beobachten in den letzten Monaten ein verstärktes Auftreten dubioser Anbieter. "Einige schwarze Schafe werfen leider ein schlechtes Licht auf die gesamte Branche", ärgert sich Mauer und rät: "Man muss sich Leistungen und Preise unbedingt in Ruhe anschauen und mit denen anderer Optimierer vergleichen. Auf keinen Fall sollte man sich wegen angeblich besonders guter Konditionen zu einen schnellen Vertragsabschluss überreden lassen!"

Interessenten sollten Informationen zu Erfahrung und Image des Anbieters sammeln und konkret nach Referenzen fragen. Ganz wesentlich ist die Preisgestaltung. Welche Leistungen bekomme ich für mein Geld? Interessant sind beispielsweise Abrechnungsmodelle, bei denen nur bei Erfolg, etwa bei erreichten Top-Platzierungen oder pro Besucher, bezahlt werden muss. Wenig seriös dagegen ist das Versprechen, gleich in mehreren hundert Suchdiensten automatisch eingetragen zu werden: Gute Platzierungen in Verzeichnissen, die kaum jemand kennt, bringen nichts. Wichtig sind eine Handvoll Suchdienste, darunter Google, Yahoo und Microsoft.

Suchmaschinenoptimierung gehört zu den Boom-Themen der Online-Branche. Ziel ist es, mit seiner Website in den Trefferlisten möglichst weit oben zu stehen. Suchdienste wenden immer ausgefeiltere Methoden und Algorithmen für die Durchforstung und Bewertung von Websites an. Die vielen Faktoren, von denen das Ranking abhängt, sind meist so geheim wie die Rezeptur für Coca-Cola. Für Webmaster in Unternehmen wird es immer schwieriger, ihre Website unter den relevanten Suchbegriffen in den Suchmaschinen zu platzieren. Sie sind auf Hilfe externer Dienstleister angewiesen, die vor allem dank ihrer Erfahrung wissen, worauf Google & Co. wert legen.

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