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Social Media Optimization: den viralen Effekt nutzen

SMO als Ergänzung zu Suchmaschinenoptimierung

Köln/Düsseldorf, 16. September 2008 – Videoportale, Blogs und News-Communities stehen bei Nutzern und Suchmaschinen hoch im Kurs. Entsprechend groß ist das Interesse von Online-Marketeers an diesen unter Social Media zusammengefassten Webangeboten. Wie sieht das Zusammenspiel zwischen Suchmaschinenoptimierung und Social Media Optimization (SMO) aus?

User Generated Content ist der Stoff, aus dem das Web 2.0 gemacht ist. Die entsprechenden Social-Media-Angebote ziehen nicht nur die Anwender an. Auch Suchmaschinen schätzen diesen Content als besonders wertvoll ein; entsprechend weit vorne stehen viele Social-Media-Seiten auf den Trefferseiten. Das bleibt den Online-Marketing-Experten nicht verborgen. Daher entwickeln sie Strategien, um den Einsatz von Social Media zu optimieren. Ziel ist, entweder das eigene Ranking in Suchmaschinen zu verbessern oder auf diesem Weg Besucher auf die eigene Website zu bringen.

SMO besteht zum einen aus der Bereitstellung von Web-2.0-Funktionalitäten auf Blogs oder anderen Websites, damit die Besucher die Inhalte leicht aufgreifen und im positiven Sinne wie einen Virus weiter verbreiten können. Dazu gehören neben interessantem und aktuellem Content auch Instrumente wie RSS-Feeds oder Trackbacks sowie die Möglichkeit, einen Artikel zu kommentieren. Zum anderen nutzt SMO verschiedene Plattformen wie Youtube, flickr, digg oder Twitter, um dort auf besondere Inhalte, Produkte oder Nachrichten aufmerksam zu machen.

"SMO funktioniert wie Mund-zu-Mund-Propaganda, nur eben im Internet", fasst Christian Mauer, Geschäftsführer der auf Suchmaschinenoptimierung spezialisierten SUMO GmbH zusammen. "Wir sehen SMO nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zur Suchmaschinenoptimierung. Vor allem dank des viralen Ansatzes kann der Effekt immens sein." Beispielsweise wenn aufgrund der Platzierung auf der Startseite der US-Nachrichten-Community Digg.com tausend User und mehr eine Website besuchen.

SMO mit Licht und Schatten

Doch noch sei viel in der Erprobungsphase und nicht jeder Dienst und jede Plattform lohne den Aufwand, so die Einschätzung von Mauer. "Erwähnungen auf den deutschen Pendants von Digg.com sorgen bislang maximal für einen Bruchteil der Besucher." Hinzu kommt ein bei der Suchmaschinenoptimierung altbekanntes Problem: Spam. "Um einem eventuellen Missbrauch vorzubeugen, müssen Betreiber und Suchdienste künftig noch stärker zusammenarbeiten", ist Mauer überzeugt. Google gibt bereits ganz konkrete Hinweise für Social Media. Verschiedene Social-Bookmarking-Dienste oder der Micro-Blogging-Dienst Twitter haben reagiert und setzen beispielsweise externe Links für die Suchmaschinen-Spider auf "nofollow".

Zu einem weiteren Problem könnte der sogenannte Duplicate Content werden. RSS vereinfacht es zwar, dass Seiteninhalte auf beliebig vielen anderen Seiten eingebunden werden, doch der Grat zum Missbrauch, zum Beispiel durch sogenannten Content-Klau, ist schmal. In der Vergangenheit hat Google häufiger Inhalte einer falschen Quelle zugeordnet, wodurch der Urheber benachteiligt wurde.

Noch etwas müssen Unternehmen bedenken, die auf SMO setzen wollen: Dieselben Kanäle, die Unternehmen für ihre Botschaften nutzen, können auch negative Stimmen transportieren. "Was bei guten Nachrichten funktioniert, läuft bei Krisen oder Pannen meist noch besser. Dessen muss man sich bewusst sein und auch mit weniger erfreulichen Veröffentlichungen umgehen können", verdeutlicht Mauer.

Auf Augenhöhe kommunizieren

Grundsätzlich gilt: Wer in Social-Media-Diensten aktiv sein will, sollte das nicht alleine aus dem Antrieb heraus tun, mehr Besucher auf die Website zu bekommen. Mauer: "Aktionismus ohne Substanz wird nicht angenommen und ein Blog, das schlicht als SMO-Instrument gestartet wurde und nicht regelmäßig gepflegt wird und keinen Mehrwert bietet, lohnt den Aufwand nicht."

SUMO hat beispielhaft einige wichtige Empfehlungen zusammengetragen, die nicht nur für Social Media gelten:

  • Seiten gut verlinkbar machen (saubere URLs, die man leicht via E-Mail oder Messenger kommunizieren kann)
  • RSS-Feeds nutzen, um auf neuen Content aufmerksam zu machen
  • Die Chance auf steigende Linkpopularität erhöht sich stark, wenn eine Website mit immer frischem und interessantem Inhalt aufwartet
  • Einbeziehung der Seitennutzer über Kommentare und Community-Features
  • In den Dialog mit dem Seitennutzer oder Kunden einsteigen. (Auf Kommentare antworten, Hilfestellung geben etc.)
  • Ehrlich sein und keinen Missbrauch üben

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